Vorhaben

Sie sind hier in einem Mitwirkungsforum zu einem Vorhaben des krautreporter Zukunftswerkstatt

2. Suchen wir unsere Zukunft in der Europäischen Union
Viele Europäer hoffen, dass eine deutsche Regierung endlich tut, was sie in Sonntagsreden sagt: Europ...

Viele Europäer hoffen, dass eine deutsche Regierung endlich tut, was sie in Sonntagsreden sagt: Europa einen. Die Stärkung Europas scheitert seit Jahren an Deutschland. Wir sollten uns eingestehen, dass die deutsche Wirtschaft nicht auf Dauer vom schwachen Euro profitieren darf, wenn sie die so erwirtschafteten Überschüsse nicht gleichzeitig mit ärmeren Ländern teilen will. Wir sollten – wie es jahrzehntelang gut für Deutschland und Europa war – Geld investieren, um die EU zu stabilisieren und anschließend noch stärker zu machen. Nur eine EU, von der alle Europäer profitieren, wird zu einer Institution, die die Interessen unseres Kontinents in der Welt vertritt.

Wir bekommen eine globalisierte, digitale Welt, die von Autokraten bevölkert ist, die Europa zu dominieren versuchen, wenn die europäischen Staaten nicht gemeinsam handeln. Das ist kein abstraktes, akademisches Argument. Die Gefahren, die von Leuten wie Trump, Putin oder Xi ausgehen, sind täglich in den Nachrichten zu sehen. Deutschland sollte darum so schnell und entschlossen wie möglich auf das ungewöhnliche Angebot Frankreichs eingehen, die europäischen Institutionen zu reformieren, zu demokratisieren und finanziell besser auszustatten. Gemeinsam sollten die fortschrittlich gesinnten Staaten an einer starken, europäischen Demokratie weiterarbeiten. Bevor die Nationalisten alles zunichte machen.

eingereicht am Di. 19. Juni 2018
Debatte
mehr zeigen
Keine Dokumente zum Vorhaben
Schreiben Sie ein neues Argument für das Vorhaben...
Schreiben Sie eine neue Information für das Vorhaben...
  • Public
    Deutschland ist nicht der einzige Bremser!

    Die stärksten Gegner einer Weiterentwicklung der EU sind die Nord- und die Ostländer: Schweden, Dänemark, Niederlande, Polen, Ungarn und in gewissem Sinne auch die die baltischen Staaten (und früher Großbritannieren). Die wünschen sich vor allem eine Freihandelszone.

    Auf der anderen Seite stehen die Befürworter einer stärkeren politischen Einigung, vor allem Frankreich. Deutschland nimmt seit vielen Jahren immer eher eine Mittelposition ein.

    Es geht auch nicht darum, dass wir "als Deutsche" unsere Zukunft in der EU suchen. Das ist eine unzeitgemäße Denke aus nationaler Perspektive. Es geht darum, dass wir "als Europäer" unsere Zukunft in Europa suchen. Und das heißt für mich: europäische Verfassung, also: europäischer Verfassungskonvent und anschließendes europaweites Referendum über eine europäische Verfassung. Das auf der Zustimmung von Mitgliedsstaaten aufgebaute Europa ist am Ende.


abstimmen