Vorhaben

Sie sind hier in einem Mitwirkungsforum zu einem Vorhaben des krautreporter Zukunftswerkstatt

6. Bauen wir Wohnungen
Wenn ein Thema das Land tatsächlich zerreißen kann, dann ist das die Wohnungsfrage. Derzeit fehlen in...

Wenn ein Thema das Land tatsächlich zerreißen kann, dann ist das die Wohnungsfrage. Derzeit fehlen in Deutschland 1,9 Millionen Wohnungen. Das Ziel der Koalitionsregierung, 1,5 Millionen Wohnungen und Eigenheime schaffen zu wollen, wird nichts als ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben, wenn nicht radikal umgedacht wird.

Denn ja, es ist Zeit es zuzugeben: Der Kapitalismus hat beim Thema Wohnen versagt. Nicht bloß der wilde, ungezähmte, der der unsichtbaren Hand des Marktes. Nein, auch der gefügige, der soziale, der mit Mietpreisbremsen und Zweckentfremdungsverboten den Anschein geben möchte, sich um die Bedürfnisse der Mieter zu kümmern. Aus ehemaligen Sozialwohnungen wurden Anlagemöglichkeiten. Haushalte in Deutschlands Großstädten geben fast die Hälfte ihres Einkommens für Wohnen aus. Die Hälfte!

Und ja, die Situation ist derart schlimm auf Deutschlands Wohnmarkt, dass es mittlerweile die einzig richtige Lösung ist, das Wohnen dem Markt zu entziehen. Die Wohnungsfrage wird sich nicht durch Angebot und Nachfrage klären lassen. Es geht hier auch nicht bloß darum, mehr zu bauen. Es geht um eine andere Wohnpolitik. Es steht das Recht auf Profit gegen das Recht auf ein gutes Leben – wir müssen uns entscheiden.

eingereicht am Di. 19. Juni 2018
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    Wohnungen sind ein "Grundrecht" und sind der Spekulation zu entziehen.

    Wenn es nicht genügend öffentlichen Grund und Boden für Wohnungen gibt, redet die Koalitionsregierung dem Wahlvolk nach dem Maul. Grund und Boden ist nicht vermehrbar. Nach Art. 14 Absatz 2 GG verpflichtet Eigentum auch dem Allgemeinwohl zu dienen. Die Kirchen sind im Besitz großer Flächen und vergeben oft den Grund in Erbpacht auf 99 Jahre. Die Grunderwerbsteuer der Länder sollte für den Wohnungsbau genutzt werden. Die Kaltmiete besteht aus drei Komponenten: 1. Grund- und Boden 2. Bau 3. Gewinn Zu 1. Die Grundsteuer darf die Miete nicht mehr als Umlage belasten. Die Grundsteuer darf nur in Höhe einer Erbpacht in die Kaltmiete als Grund- und Bodenanteil eingerechnet werden. Zu 2. Die effektiven Baukosten sind Grundlage für Abschreibung und Zinsberechnung, zuzüglich einer Rücklage in Höhe der jährlichen Baukostensteigerung im Landesindex für den zweiten Kaltmietanteil.
    Zu 3. Der Gewinnanteil darf maximal 2 % über dem effektiven Jahreszins liegen. Darüber hinaus gehende Mietforderungen werden zu 50 % versteuert. Mietnebenkosten sind gesetzlich zu regeln, damit ein Umgehungstatbestand zur Kaltmiete nicht gegeben ist.

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